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Rosen richtig düngen – Gartenrosen und Rosen im Topf

  • 20. Apr. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Feb.


Gartenrosen Bijou und Rinascimento im Beet im Schaugarten GALAROSA
Gartenrosen 'Bijou' und 'Rinascimento' im Eingangsbeet bei GALAROSA

Wie dünge ich Rosen richtig?


Was muss ich beachten beim Düngen von Gartenrosen, beim Düngen von Rosen im Topf oder Kübel? Rosen richtig zu düngen ist jedes Jahr im Frühjahr ein zentrales Thema – denn Rosen sind Starkzehrer und reagieren sensibel auf Nährstoffmangel wie auch auf Überdüngung. Sie benötigen in der Regel jährlich eine Grunddüngung, um gesund zu wachsen und reich zu blühen.



Bodenanalyse – sinnvoll, aber nicht zwingend


Am besten wäre natürlich eine Bodenanalyse. Sie zeigt genau, welche Nährstoffe fehlen und wovon bereits genug im Boden vorhanden ist.


Wir lassen das jedoch nicht jährlich machen. In unserem Rosengarten ergibt es zudem nur eingeschränkt Sinn, da wir an verschiedenen Stellen Erde auffüllen mussten – mit sehr unterschiedlichen Qualitäten (aus Kostengründen).


Ein Bereich ist heute sehr sandig. Sandige Böden speichern Wasser schlecht und sind nährstoffarm.


Platz für einen eigenen Kompost haben wir im Schaugarten ebenfalls nicht.

Gut abgelagerter Kompost (mindestens 2 Jahre alt) wäre ideal – im Herbst die Rosen damit anhäufeln und im Frühjahr einfach um die Rose verteilen.



Grunddüngung im Frühjahr – organisch und sicher


Generell kann man wenig falsch machen, wenn man einen Rosen-Langzeitdünger aus rein organischem Ausgangsmaterial verwendet (Wirkdauer meist ca. 2-3 Monate).

Diese Dünger sind speziell auf Rosen abgestimmt und machen ein Überdüngen nahezu unmöglich – im Gegensatz zu mineralischen Produkten.


Je nach Boden empfehlen wir zusätzlich eine Bodenaufbereitung, denn selbst gute Böden sind nach einigen Jahren ausgelaugt.

Wir setzen alle 1-2 Jahre ergänzend einen Bodenaktivator ein.


Bewährt haben sich zusätzlich auch Effektive Mikroorganismen, wie sie beispielsweise in EM Garten, Vitanal und anderen Produkten enthalten sind. Sie stärken die Rosen, fördern das Bodenleben und verbessern die Bodenstruktur.


Fazit: Rosen brauchen Nährstoffe UND einen lebendigen Boden, um dauerhaft gesund zu bleiben.



Nachdüngung bei öfterblühenden Rosen


Öfterblühende Rosen können für eine reichere Nachblüte nachgedüngt werden – ein Muss ist das nicht. In kälteren Regionen wird häufig darauf verzichtet.


Wichtig: Nicht zu spät düngen. Wir empfehlen eine Nachdüngung bereits im Mai.

Warum nicht später? Langzeit-Dünger im Juni sind oft problematisch, da es häufig zu trocken ist und sich der Dünger erst zu spät auflöst.

Alternative: Eine Nachdüngung mit einem organischen Flüssigdünger ist möglich und oft zuverlässiger.



Rosen im Topf und Kübel richtig düngen


Rein mineralische Dünger verwenden wir – wenn überhaupt – nur bei Rosen im Topf oder Kübel, und dann maximal alle zwei Jahre, um Überdüngung zu vermeiden.

Praktisch sind hier zum Beispiel Osmocote-Düngekegel mit einmaliger Anwendung pro Jahr (Wirkdauer: ca. 6 Monate).


In der Praxis reicht die Grunddüngung bei Topfrosen – spätestens nach wenigen Jahren – nicht aus. Töpfe mit begrenztem Substrat sind schnell ausgelaugt und die Nährstoffe zügig verbraucht. Eine zusätzliche Flüssigdüngung ist daher meist notwendig.



Organische Dünger


Organische Dünger müssen nicht zwingend rein pflanzlichen Ursprungs sein. Geeignet sind unter anderem Schafswolldünger oder Pferdedung-Dünger.

Bei Pferdemist sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass dieser gut verrottet ist.



Rosen stärken – zusätzlich zur Düngung


Über eine Stärkung freut sich jede Rose. Bewährt haben sich:

  • Ackerschachtelhalm

  • Brennnessel

  • Neem (auch Niem genannt)

  • Siapton

  • Vitanal

  • EM-Produkte


Homöopathie hat bei der Pflanzenstärkung ebenfalls ihren Platz.


Auch unsere Rosen im Container werden vor dem Versand mehrfach gestärkt – mehr zu unserer Aufzucht erfahrt ihr auf unserer Gartenrosen Infoseite.


Gartenrosen


FAQ – Häufige Fragen zum Düngen von Rosen


Wann sollte man Rosen nicht düngen?

Rosen sollten nicht im Spätsommer gedüngt werden, da ein Fördern von Neuaustrieb weicher Triebe nicht mehr gewünscht ist. Diese härten vor dem Winter nicht ausreichend aus und können erfrieren.

Sind noch genügend Nährstoffe vorhanden, sollte eine Düngung gut überdacht werden – die Nachteile überwiegen dann.


Kann man Rosen überdüngen?

Ja. Das kann vor allem bei der Verwendung von mineralischen Düngern passieren. Es kann zu Wurzelschäden, weichem Triebwachstum und erhöhter Krankheitsanfälligkeit kommen. Organische Rosendünger sind deutlich sicherer.


Woran erkennt man Nährstoffmangel bei Rosen?

Typische Anzeichen sind hellgrüne oder gelbliche Blätter, schwacher Wuchs und eine geringere Blühfreude. In Töpfen tritt Nährstoffmangel schneller auf als im Gartenboden.


Brauchen Rosen jedes Jahr Dünger?

Selbst wenn Rosen neu in einen Garten mit gutem Boden gepflanzt werden, ist spätestens nach wenigen Jahren eine Düngung notwendig.

Bei etablierten Rosen, schlechtem Boden und bei Rosen in Töpfen lautet die Antwort definitiv: ja – mindestens eine Düngung pro Jahr ist erforderlich.


Bei Fragen bin ich für euch da.



Eure Jeannette von GALAROSA – Rosen










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