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Rosen richtig gießen – im Garten und im Topf

  • 4. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Feb.

Falsches Gießen von Rosen im Topf: Wasser über Blüten und Blätter verteilt statt direkt an den Wurzelbereich
So nicht: Rosen über Blätter und Blüten gießen – Wasser gehört direkt an den Wurzelbereich

Rosen gelten als robuste Pflanzen – und doch gehören Gießfehler zu den häufigsten Ursachen für schwaches Wachstum, geringe Blühfreude und anfälliges Blattwerk. Beim richtigen Gießen geht es nicht um möglichst viel Wasser, sondern um den korrekten Zeitpunkt, die passende Menge und eine gleichmäßige Versorgung.


Ob im Gartenbeet oder im Topf: Wer versteht, wie Rosen Wasser aufnehmen und speichern, schafft die Grundlage für vitale, gesunde Pflanzen über viele Jahre hinweg.



Warum richtiges Gießen für Rosen so entscheidend ist


Wasser ist für Rosen nicht nur ein Transportmittel für Nährstoffe, sondern maßgeblich für:


  • den Aufbau eines kräftigen Wurzelsystems

  • stabile Triebe und gesundes Blattwerk

  • gleichmäßige Knospenbildung und Blühleistung

  • Widerstandskraft gegenüber Hitze, Trockenheit und Stress


Fehler beim Gießen wirken oft schleichend: Rosenpflanzen zeigen zunächst nur weniger Blüten oder kleinere Blätter, bevor sie sichtbar geschwächt reagieren. Umso wichtiger ist eine vorausschauende Wasserversorgung.



Rosen im Garten richtig gießen


Ausgepflanzte Rosen entwickeln mit der Zeit ein tiefreichendes Wurzelsystem. Ziel ist es, dieses durch richtiges Gießverhalten zu fördern.


Wie oft brauchen Rosen im Garten Wasser?

Pauschale Gießpläne funktionieren bei Rosen nicht. Entscheidend sind Bodenart, Witterung und Standjahr der Pflanze.

  • Frisch gepflanzte Rosen: regelmäßig, aber nicht täglich gießen

  • Etablierte Gartenrosen: seltener, dafür durchdringend

  • Bei sandigen Böden: häufiger, da Wasser schneller versickert

  • Bei lehmigen Böden: seltener, Staunässe unbedingt vermeiden


Faustregel bei etablierten Rosen ohne Regen:

Lieber ein- oder zweimal pro Woche gründlich gießen statt täglich kleine Mengen.

Ziel ist es, Rosen nicht an oberflächliche Wassergaben zu gewöhnen, sondern ihre Eigenständigkeit im Boden zu fördern.


Wann gießen – morgens oder abends?

Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist der frühe Morgen. So kann das Wasser in Ruhe in den Boden eindringen, bevor Hitze einsetzt.

Abendliches Gießen ist möglich, sollte jedoch nicht zur Regel werden – dauerhaft feuchte Oberflächen können Krankheiten begünstigen.


Wie tief sollte das Wasser eindringen?

Rosen sollten so gegossen werden, dass der Boden zumindest 20-30 cm tief durchfeuchtet wird. Nur so werden die Wurzeln angeregt, in die Tiefe zu wachsen.



Rosen im Topf richtig gießen


Rosen im Topf reagieren deutlich sensibler auf Wassermangel – aber auch auf Staunässe.


Warum trocknen Topfrosen schneller aus?

Rosen im Topf und Kübel trocknen schneller aus. Dies hat mehrere Gründe:

  • Begrenztes Erdvolumen

  • Stärkere Erwärmung des Pflanzgefäßes

  • Schnellere Verdunstung bei Wind und Sonne

Gerade an warmen Tagen kann es notwendig sein, täglich zu kontrollieren, ob gegossen werden muss.


Warum Staunässe vermeiden?

Mindestens ebenso wichtig wie das Gießen selbst ist der Wasserabzug:

  • Ausreichend große Abzugslöcher im Pflanzgefäß

  • Drainageschicht im Topf

  • Überschüssiges Wasser aus Untersetzern entfernen

Dauerhaft nasse Erde schädigt die Wurzeln und führt zu Wachstumsproblemen.



Rosen im Garten und Kübel im Winter richtig gießen


Ein oft unterschätztes Thema: Trockenschäden im Winter.


Rosen verdunsten auch in der kalten Jahreszeit Wasser – besonders bei Sonne, Wind und frostfreiem Wetter.


Ausgepflanzte Rosen: bei längeren Trockenphasen an frostfreien Tagen mäßig gießen.

Rosen im Kübel: regelmäßig kontrollieren, da sie schneller austrocknen.


Wichtig: Nur gießen, wenn der Boden nicht gefroren ist!



Typische Gießfehler bei Rosen


Diese Fehler beim Gießen von Garten- und Kübelrosen begegnen uns besonders häufig:

  • Tägliches, oberflächliches Gießen

  • Gießen über Blüten und Blätter

  • Staunässe im Topf, in verdichteten oder schweren Böden

  • Gießen in der prallen Mittagssonne

  • Fehlende Wasserversorgung im Winter


Wer diese Punkte vermeidet, ist bereits auf einem sehr guten Weg.



Rosen im naturnahen Garten – robust, wassersparend und wertvoll


In naturnah gestalteten Gärten wird bewusst darauf geachtet, sparsam mit Trinkwasser umzugehen und vorhandenes Regenwasser sinnvoll zu nutzen. Rosen sind hier robuste, wertvolle Gartenpflanzen, die mit zunehmender Standzeit ein tiefreichendes Wurzelsystem entwickeln können.


Gut eingewurzelte Gartenrosen sind dafür besonders geeignet: Nach der Anwachsphase kommen sie in der Regel mit dem natürlichen Niederschlag aus und benötigen nur in ausgeprägten Trockenperioden zusätzliche Wassergaben.


Gegossen wird vor allem im Pflanzjahr, damit sich die Rosen gut etablieren.



In unserer Gartenrosen-Freiland-Aufzucht unterstützen wir das Anwachsen gezielt, damit die Rosen später im Beet oder in größeren Pflanzgefäßen – auch bei reduzierter Pflege – stabil und langlebig bleiben.



Fazit: Wasserversorgung mit Augenmaß


Rosen brauchen Aufmerksamkeit – vor allem dann, wenn es über längere Zeit nicht regnet.


Grundsätzlich sind Rosenpflanzen widerstandsfähig. Nach der Etablierung reduziert sich der Gießbedarf deutlich. Wenn gegossen wird, lieber durchdringend und gezielt statt häufig in kleinen Mengen.


Eine an Standort, Jahreszeit und natürlichem Regen orientierte Wasserversorgung fördert gesunde Wurzeln, kräftiges Wachstum und eine zuverlässige Blüte und Nachblüte bei öfterblühenden Rosen.


Ob klassischer Rosengarten, naturnaher Garten oder Kübelpflanzung: Wer seine Rosen richtig gießt, legt eine der wichtigsten Grundlagen für vitale Pflanzen – im Garten wie im Topf, im Sommer wie im Winter.



Rosige Grüße aus dem Schaugarten GALAROSA Bamberg


Eure Jeannette















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