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Rosen im Sommer schneiden und düngen – Tipps nach der ersten Blüte

  • 11. Juli 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Juli

Steinfigur Mondtraum und Strauchrose Kew Gardens im Schaugarten GALAROSA
Steinfigur Mondtraum und Rose Kew Gardens im Schaugarten GALAROSA

Die erste Blüte vieler öfterblühender Rosen ist vorbei. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Rosen im Sommer zu schneiden und nach der ersten Blüte – falls nötig – zu düngen.



Rosen im Sommer richtig schneiden


Entferne zunächst alle verblühten Blüten. Geschnitten wird entweder etwa 0,5 bis 1 cm oberhalb des nächsten voll ausgebildeten Blattes oder ein bis zwei Blattachsen tiefer.

Als voll ausgebildetes Blatt gilt ein kräftiges fünf- bis siebenzähliges Rosenblatt unterhalb der Blüte.


Es wird häufig empfohlen, oberhalb eines nach außen gerichteten Auges zu schneiden, damit der neue Trieb eher nach außen wächst. Nach unserer Erfahrung ist dieser Punkt jedoch weniger entscheidend als oft dargestellt. Viel wichtiger ist ein sauberer Schnitt.


Soll die Rose etwas kompakter werden, kannst du sie im Sommer auch um etwa ein Drittel einkürzen. Noch stärker sollte der Rückschnitt in der Regel jedoch nicht ausfallen, denn die Rose benötigt ihre Blätter, um ausreichend Energie für gesundes Wachstum und die nächste Blüte zu bilden.


Kontrolliere bei dieser Gelegenheit auch gleich auf Wildtriebe unterhalb der Veredelungsstelle. Diese sollten möglichst komplett an der Ansatzstelle entfernt werden, damit sie der Rose keine Kraft entziehen.



Sommerdüngung für öfterblühende Rosen


Damit deine Rosen im Garten oder Kübel kräftig nachblühen, empfiehlt sich nach der ersten Blüte eine Nachdüngung – sofern nicht bereits im Frühjahr ein Langzeitdünger verwendet wurde, der die gesamte Saison abdeckt.


Wir empfehlen für Freilandrosen organische oder organisch-mineralische Dünger aus natürlichen Rohstoffen.

Mineralische Dünger setzen die Nährstoffe sehr schnell frei und bergen eher die Gefahr einer Überdüngung.

Eine Nachdüngung kann auch mit geeigneten, flüssigen Düngern erfolgen.


Nach dem Düngen solltest du die Rosen grundsätzlich wässern, damit die Nährstoffe gut in den Wurzelbereich gelangen.



Unsere Erfahrungen im Schaugarten zur Düngung von Freilandrosen


Im Schaugarten GALAROSA düngen wir unsere Rosen im Frühjahr mit Oscorna Bodenaktivator und Oscorna Rasaflor granuliert. Dadurch werden die Rosen gut versorgt und gleichzeitig das Bodenleben nachhaltig verbessert.


Da uns kein ausreichend abgelagerter Kompost zur Verfügung steht, setzen wir auf diese Kombination.


Nach der ersten Blüte bis spätestens Ende Juli erfolgt eine Nachdüngung unserer Freilandrosen mit Rosendünger von Oscorna oder Azet Rosendünger von Neudorff.


Ein gesunder Boden mit einem aktiven Bodenleben bildet langfristig die Grundlage für vitale Rosenpflanzen. Rosen zählen schließlich zu den Starkzehrern. Sie danken eine gute Bodenpflege sowie eine ausreichende Nährstoffversorgung mit vitalem Wachstum und einer reichen Blüte.



Topfrosen benötigen häufig mehr Nährstoffe


Gerade bei Topfrosen, die viele Jahre im selben Topf wachsen und keinen regelmäßigen Erdaustausch erhalten, ist die normale Düngung häufig nicht ausreichend.


Vor einer Überdüngung wird oft gewarnt – insbesondere bei mineralischen Düngemitteln.


Zusätzlich zur normalen Düngung empfehlen wir deshalb, einmal pro Woche mit EM Garten oder Vitanal Rosen zu gießen. Beide Produkte enthalten nur wenig Stickstoff. Dadurch ist eine Überdüngung kaum ein Thema und die Rosen werden nicht unnötig durch einen Stickstoffüberschuss zu weichem, krankheitsanfälligem Wachstum angeregt.


Nach unserer Erfahrung unterstützen diese Produkte außerdem die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen und fördern gleichzeitig ein aktives Bodenleben – ein wichtiger Faktor für dauerhaft vitale Rosen, denen nur ein begrenztes Erdvolumen zur Verfügung steht. Auch können diese Mittel die Bildung neuer Triebe und Blütenreichtum fördern.



Kaliumdüngung im Spätsommer


Im August kann – sofern die bisherige Düngung nicht bereits ausreichend Kalium enthält – noch ein Kalium-Magnesium-Dünger bzw. Patentkali ausgebracht werden.


Ob Rosen dadurch tatsächlich besser durch den Winter kommen, ist wissenschaftlich allerdings nicht eindeutig belegt.



Jede Rose entwickelt sich etwas unterschiedlich. Beobachte deine Pflanzen regelmäßig und passe Schnitt sowie Düngung an ihre Entwicklung und den jeweiligen Standort an. Mit etwas Erfahrung bekommst du schnell ein Gefühl dafür, was deinen Rosen guttut.



Es grüßt euch rosig


Jeannette







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