Garten und Gesundheit – Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele
- 19. Nov. 2022
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Feb.

Ein Garten ist weit mehr als ein schöner Anblick. Er kann Bewegung schenken, zur Ruhe bringen und helfen, wieder bei sich selbst anzukommen. Wer seinen Garten bewusst erlebt, spürt schnell, welchen Wert dieses kleine Stück Natur für das eigene Wohlbefinden haben kann.
Bleibe fit und gesund mithilfe deines Gartens – im Einklang von Körper, Geist und Seele. Das klingt einfach, ist im Alltag aber oft eine Herausforderung. Kaum jemand hat ein 'leichtes Leben'. Jede und jeder trägt sein eigenes Päckchen. Umso wichtiger ist es, Orte zu haben, die uns stärken. Der Garten kann ein solcher Ort sein.
Bewegung und Gesundheit für den Körper im Garten
Für den Körper schenkt uns der Garten Bewegung – und das bis ins hohe Alter. Etwas geht immer. Pflanzen, Unkraut jäten, Rosen schneiden, Beete pflegen, ernten: Gartenarbeit hält aktiv und unterstützt die körperliche Gesundheit auf ganz natürliche Weise.
Wird manches mit den Jahren beschwerlich, lässt sich der Garten anpassen oder umgestalten: Hochbeete, Bodendecker zur Unterdrückung von Unkraut, pflegeleichtere Sträucher oder Rosen können viel erleichtern, ohne zu überfordern. Auch Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Weitsicht.
Ernährung und Genuss aus dem Garten
Der Garten schenkt nicht nur Bewegung, sondern auch Nahrung. Obst, Beeren, Gemüse und Kräuter bereichern unsere Ernährung – frisch, regional und bewusst.
Auch die duftende Königin der Blumen, die Rose, lässt sich kulinarisch nutzen: Rosenblüten für Tee, Sirup oder essbare Dekoration.
Kleine Rituale, die Genuss und Achtsamkeit verbinden und durch den eigenen Garten entstehen, erfüllen die Sinne.

Erdung, Stressabbau und innere Ruhe durch Gartenarbeit
Beim Arbeiten im Garten haben wir direkten Kontakt mit Erde und Boden. Wir erden uns – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn, das ist spürbar.
Wer schon einmal nach einem richtig schlechten Tag im Garten gebuddelt, gejätet oder geschnitten hat, kennt das Gefühl: Danach geht es besser.
Wer nach einem schweren Tag im Garten arbeitet, spürt fast immer eine Veränderung. Der Kopf wird freier, der Körper ruhiger.
Garten als Ort für Geist und Seele
Gerade in heutigen Zeiten werden wir doch immer wieder auf die ein oder andere Weise entschleunigt. Dies sehen wir im ersten Moment oft ganz und gar nicht positiv. Dabei steckt in solchen Phasen viel Wertvolles – man darf es nur erkennen. Häufig gelingt uns das erst am Ende einer Entschleunigungsphase – oder noch später, rückblickend.
Warum muss mich zum Beispiel ausgerechnet ein Infekt ziemlich schachmatt setzen, wenn ich doch gerade so viel zu tun habe? Das geht nicht, ich habe keine Zeit, ich muss doch ... Und doch zwingt mich genau dieser Moment zum Innehalten.
Vielleicht habe ich zu wenig auf mich geachtet.
Vielleicht habe ich mich zu wenig um mich gesorgt.
Vielleicht habe ich mich selbst zu wenig geliebt.
Plötzlich ist sie da, die Pause. Und mit ihr die Zeit, mir Gedanken darüber zu machen, was ich wirklich brauche, damit es mir gut geht – und damit auch meinen Lieben.
Was darf sich in Zukunft ändern?
Brauche ich etwas mehr Zeit für mich?
Mehr Ruhe?
Mehr Stille?
Der Garten kann in solchen Momenten ein stiller, aber kraftvoller Begleiter sein. Nicht laut, nicht fordernd – sondern einfach da.
'Meditieren ist nichts für mich', sagte ich früher öfter. Und doch: Ist nicht schon der Blick aus dem Fenster in den Garten, das Verharren im Sehen und Staunen, das Träumen, das Genießen meditativ? Eine ruhige, natürliche Art, bei sich anzukommen?
Welch Leichtigkeit erfüllt uns, wenn wir nach einem anstrengenden Tag einen Gang durch den sich täglich verändernden Garten machen.
Welche kleinen Wunder der Natur sehen wir?
Wie fühlt sich der Kopf danach an – etwas weniger voll, ein wenig ruhiger?
Nichts ist im Leben auf Erden so sicher wie die Veränderung. Auch das zeigt uns unser Garten immer wieder. Und genau darin liegt seine Kraft: Es wird nie langweilig, nie eintönig.
Natur erleben – auch ohne eigenen Garten
Und solltest du keinen Garten haben, aber einen Balkon: Auch dieser kann vieles von dem schenken, was die Natur gibt. Pflanzen, Blüten, Jahreszeiten erleben – das funktioniert auch im Kleinen.
Fazit: Ein kleines Stück Natur mit großer Wirkung
Den Garten bewusster zu erleben bedeutet, ihn nicht nur zu pflegen, sondern ihn wirken zu lassen. Als Ort der Bewegung, der Ruhe und der der inneren Balance. Ein eigenes, kleines Stück Natur, das uns stärkt – auf allen Ebenen von Körper, Geist und Seele.
Rosige Grüße
Eure Jeannette


