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Was hilft gegen frühzeitige Pilzerkrankung der Rose?

  • 26. Feb. 2021
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Jan.


gesunde Rosen mit kräftigem, grünem Blattwerk im Garten
gesunde Rosen im Garten

Möchten wir nicht alle, dass unsere Rosen möglichst lange gesundes Laub tragen – so wie hier im Juni zu sehen?


Irgendwann im Laufe der Gartensaison erkranken die meisten Gartenrosen – mehr oder weniger ausgeprägt – an Pilzbefall. Dies sollte aber nicht bereits vor der ersten Blüte passieren. Zudem sollte sich eine Rose, sofern sie erkrankt, aus eigener Kraft wieder vitalisieren können – ohne dass es chemisch-synthetischer Spritzmittel bedarf. Denn diese schwächen die Rose zusätzlich.



Warum Rosen frühzeitig von Pilzerkrankungen betroffen sein können


Pilzsporen sind im Garten allgegenwärtig. Kritisch wird es vor allem dann, wenn Rosen im Frühjahr unter Stress stehen und mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen. Dazu zählen unter anderem:


  • zu wenig oder zu viel Regen

  • feucht-warme Witterung bei gleichzeitig kühlen Nächten

  • empfindliche oder geschwächte Rosensorten

  • ungünstige Standortbedingungen

  • junges, noch wenig widerstandsfähiges Blattwerk

  • altes, infiziertes Blattwerk noch an den Rosenpflanzen


Treten Pilzerkrankungen früh auf, fallen die betroffenen Blätter häufig rasch ab. Die Rose muss ihre Kraft in die Regeneration stecken, anstatt sie für Wachstum und Blütenbildung zu nutzen. Gerade ein früher Befall kann sich negativ auf die gesamte Gartensaison auswirken.



Kräftigung der Rose – Schutz vor Pilzerkrankungen


Das Wichtigste zur Vorbeugung ist – nach dem Abziehen von eventuellem altem Blattwerk des Vorjahres, am besten bereits vor dem Neuaustrieb – die Kräftigung der Rose. Eine gesunde, gut versorgte Pflanze kann sich deutlich besser gegen Pilzsporen behaupten. Ich bezeichne diesen Zustand gerne als eine Art natürlicher Schutzmantel. Sind Blattstruktur und Pflanzengewebe stabil, haben es Pilzerreger schwerer, in die Rose einzudringen und Schaden anzurichten. Diesen Schutzmantel kann man mit organischen Mitteln unterstützend aufbauen.



Stärkung der Rose über den Boden


Zur Kräftigung der Rose über den Boden – sprich Gießen – gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dazu zählen beispielsweise Brennnesselsud, Ackerschachtelhalmjauche, EM-Produkte, Vitanal, Siapton, Neem und weitere Pflanzenstärkungsmittel für Rosen. Ziel all dieser Maßnahmen ist es, die Rose insgesamt widerstandsfähiger zu machen und ihre natürliche Abwehr zu unterstützen.


Eine ausgewogene Nährstoffversorgung spielt dabei eine zentrale Rolle. Wie Rosen sinnvoll versorgt und langfristig gestärkt werden können, habe ich im Beitrag Rosen richtig düngen – Gartenrosen und Rosen im Topf ausführlich beschrieben.



Schutz des Blattwerks – der entscheidende Faktor


Neben der Stärkung der Rosenpflanze über den Boden ist der direkte Schutz des Blattwerks noch wichtiger, denn genau da dringen die Pilzsporen schädigend in die Pflanze ein.


Seit langem ist bekannt, dass Kieselsäure, etwa aus Ackerschachtelhalm, eine schützende Wirkung gegenüber Pilzerkrankungen haben kann. Eine selbst hergestellte Ackerschachtelhalm-Brühe lässt sich verdünnt auf die Blätter spritzen. Entsprechende Anleitungen sind zahlreich im Netz zu finden.

Aber auch andere organische Spritzungen – zum Beispiel mit Siapton, Neem, Vitanal oder Orus – sind Alternativen.



Der richtige Zeitpunkt der Anwendung


Unabhängig vom gewählten Mittel ist der Zeitpunkt der Anwendung entscheidend. Nach dem Entfernen der alten Blätter im Frühjahr befinden sich häufig noch Pilzsporen an den Trieben und in den Blattachseln. Diese warten nur darauf, den Austrieb der neuen Blätter zu infizieren.


Spätestens sobald sich die neuen Blätter öffnen – am besten schon zuvor – sollte mit regelmäßigen, vorbeugenden Spritzungen begonnen werden. Alle sieben bis 10 Tage wieder – angepasst an die Wetterlage.


Auch wenn regelmäßige Anwendungen mühsam erscheinen, so sind sie doch der beste Schutz. Bereits wenige frühzeitige Spritzungen können dazu beitragen, dass sich die Rosen im Garten und im Kübel gesünder während der ganzen Saison zeigen. Ein regelmäßiges weiteres Kümmern wäre aber klar von weiterem Vorteil.



Welche Pilzkrankheiten sind besonders schlimm?


Fast jede Rose zeigt im Laufe der Saison Blätter mit Sternrußtau. Geschieht dies frühzeitig im Jahr, wird empfohlen, befallene Blätter an der Pflanze sofort zu entfernen. Gesunde und gestärkte Rosen regenerieren sich oft alleine, befallene Blätter fallen ab.


Frühzeitige Pilzerkrankungen durch Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind Echter Mehltau, kombiniert mit viel Regen auch Falscher Mehltau. Hier hilft nur Rückschnitt der befallenen Triebspitzen (neben möglichst frühzeitiger, genereller Kräftigung) – das ist wichtig, denn extreme Wetterbedingungen könnten zum Absterben der ganzen Rose führen. Vor allem bei Echtem Mehltau ist Vorsicht geboten, denn gegen diesen Pilz helfen auch chemisch-synthetische Spritzmittel nicht wirklich.


Auch Rosenrost ist nicht zu unterschätzen. Zeigt eine Rosensorte mehrere Jahre – zu unterschiedlichen Wetterbedingungen – ernsthafte Probleme mit dieser Pilzkrankheit, empfehle ich, solch empfindliche Sorten aus dem Garten oder Topf zu eliminieren.

Auch wenn gegen diese Pilzerkrankung spezielle, chemisch-synthetische Spritzmittel helfen – nicht jeder möchte diese in seinem Garten anwenden.

Alternativ zum Entfernen der befallenen Blätter und Rückschnitt der Pflanze habe ich den Versuch gestartet, Rosenrost befallene Sorten einmalig mit Urgesteinsmehl zu pudern, die den Pilz austrocknen und somit eindämmen, damit er weder an der betreffenden Rosenpflanze noch an nebenstehenden weiteren Schaden anrichten kann. Die Blätter fielen nicht ab, allerdings hatte dies einen optischen Nachteil: Das Blattwerk war lange mit einer dünnen, staubigen Oberschicht bedeckt.



Fazit – früh handeln, statt spät reagieren


Es gibt einige Möglichkeiten, Rosen auf natürliche Weise zu stärken, damit Pilzerkrankungen wenig, im besten Fall gar nicht zum Problem werden. Ob mit selbst hergestellten Brühen oder fertigen Pflanzenstärkungsmitteln, entscheidend ist der frühe Beginn der Anwendung.


Wie wir bereits unsere Containerrosen stärken, erfährst du auf unserer Gartenrosen-Informations-Seite.


Wer seine Rose rechtzeitig stärkt, unterstützt ihre natürliche Widerstandskraft. Eine kräftige Rose bleibt länger belaubt, kommt besser durch Stressphasen und zeigt sich insgesamt vitaler über die gesamte Gartensaison hinweg.



Rosige Grüße


Eure Jeannette



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